Radwechselsaison hat begonnen

Räder-wechsel: Anleitung & Tipps

So geht der Räder-wechsel

Von Winter auf Sommer und zurück: Zweimal im Jahr steht für die meisten Autofahrer der Reifenwechsel auf dem Plan. Doch der Weg in die Werkstatt muss nicht immer sein.

Wer seinen Reifenwechsel – genauer gesagt den Räder-wechsel – selber macht, anstatt dafür in die Werkstatt zu fahren, kann mit den Jahren viel Geld sparen. Denn beim Profi kostet der Reifenwechsel rund 50 Euro. Zuvor muss auch beim Selbermachen ein wenig investiert werden falls man noch nicht entsprechend Ausgerüstet ist, 20 Euro in einen Rangierwagenheber und 20 Euro in einen Drehmomentschlüssel. Doch die Investition zahlt sich mit den folgenden Wechseln richtig aus.

Richtiges Vorgehen beim Räder-wechsel

1. Die Radschrauben lösen, nicht herausdrehen, nur Lösen.
2. Das Fahrzeug mit einem Wagenheber oder Hebebühne anheben bis die Räder frei drehend wenigstens 5cm über dem Boden sind (bei Verwendung eines Wagenheber bitte einen Unterstellbock zur Sicherheit unter den Fahrzeugrahmen stellen), dann Schrauben vollständig herausdrehen.
3. Rad abnehmen und mit Förster-kreide oder anderer Wischfester Kreide auf der Lauffläche des Reifen den Montageort (VL / VR / HL / HR) am Fahrzeug markieren. (Nicht auf die Reifenseite schreiben, das sieht nicht Gut aus und geht nur schwer ab, auf der Lauffläche fährt sich die Markierungskreide in kurzer Zeit ab)
4. Das neue Rad für die jeweilige Saison aufstecken (auf den Montageort (VL / VR etc.) achten falls die Räder schon einmal am Fahrzeug montiert waren) und Schrauben einsetzen und leicht anziehen.
5. Wagen leicht absenken, sodass das Rad am Boden aufsetzt und somit blockiert.
6. Rad mit einem Drehmomentschlüssel mit dem richtig eingestellten Wert (für die meisten Dacia 110Nm) festziehen. Korrekte Anzugs-werte könnt Ihr im Forum erfragen.

Nachdem die neuen Reifen montiert sind, den Luftdruck der Räder prüfen und ggf. nachfüllen.

Den richtigen Reifendruck findet man bei Dacia auf einem Aufkleber in der Fahrertüre, falls dieser nicht vorhanden sein sollte (ältere Modelle haben den nicht) könnt Ihr den korrekten Reifendruck im Forum erfragen.

 

Von O bis O: Der richtige Zeitpunkt zum Wechseln

Fachleute, Werkstätten und Reifenbuden raten beim Räder-wechsel die Faustregel “von O bis O” zu beherzigen – also im Oktober auf Winterreifen und um Ostern wieder auf Sommerreifen zu wechseln. Wer sich daran orientiert, macht in der Regel nichts falsch. Zur Osterzeit verabschieden sich meist die frostigen Temperaturen und ab Oktober wird es langsam wieder kälter. Die genauen Temperaturen und Witterungsverhältnisse sind jedoch von Region zu Region unterschiedlich. Reifenhersteller empfehlen von Sommer- auf Winterreifen zu wechseln, wenn die Temperaturen unter sieben Grad Celsius fallen. Die Straßenverkehrsordnung macht übrigens keine Vorschriften zur richtigen Zeit für den Reifenwechsel. Hier heißt es lediglich in §2 Abs. 3a, dass ein Auto bei Winterlichen Straßenverhältnissen (Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reif-glätte) nur mit Winterreifen (M+S-Reifen, Alpine-Symbol) gefahren werden darf. Wer seine Reifen in der Werkstatt wechseln lässt, tut gut daran, sich früh zu kümmern, denn in der Radwechsel-Saison kommt es in den Werkstätten sowohl zu zeitlichen als auch zu materiellen Engpässen. Im Klartext: Einen Termin zum Reifenwechsel bekommt man nur mit ausreichend Vorlauf, und wer neue Reifen kaufen möchte, muss unter Umständen auf sie warten. Wer das umgehen möchte, sollte das Projekt Reifenwechsel also lieber ein paar Wochen vor dem allgemeinen Ansturm auf die Werkstätten angehen.

Gründe für den Reifenwechsel in der Werkstatt

Es gibt durchaus gute Gründe, den Reifenwechsel in der Werkstatt durchführen zu lassen. Da wäre zum Einen die Möglichkeit, dort seine Reifen einlagern zu lassen. Das kann man zwar auch unabhängig von der Montage machen, doch bei vielen Werkstätten kostet die Reifeneinlagerung weniger, wenn man dort auch den Wechsel machen lässt. Los geht es bei rund sieben Euro pro Rad und Saison. Und schließlich hat nicht jeder genug Platz im Keller, um die Sommer- und Winterreifen selbst zu verstauen. Zudem nimmt einem die Werkstatt die Arbeiten, die mit der Einlagerung einhergehen ab. Sichtprüfung auf Schäden, Reifenreinigung und gegebenenfalls Auswuchten der Räder sind weitere Services, die die Werkstatt übernimmt. Umsonst sind diese Dienste in den meisten Fällen allerdings nicht.

RDKS an Bord?

Wenn die Reifen mit einem Reifendruck-Kontrollsystem ausgerüstet sind, muss nach dem Wechsel das RDKS neu Initialisiert werden. Das geht im Bordcomputer mittels der Bordcomputertaste bis zu SetTp wechseln und dort die Taste lange gedrückt halten bis SetTp Blinkt und wieder aufhört zu blinken. Den genauen Vorgang kann man im Bordbuch nachlesen. Dies funktioniert bei Aktiven wie Passiven System gleich.

Neue Reifen auf die Felge ziehen

Neuen Reifen auf die Felge zu ziehen, sollte man dem Fachmann überlassen zudem das ohne eine Montiermaschine sehr Schwierig ist. Die Räder müssen im Anschluss noch ausgewuchtet werden was ohne eine entsprechende Maschine auch nicht Möglich ist.

Wenn ein Satz neuer Reifen auf die Felgen aufgezogen werden muss, kommt man also um den Besuch einer Werkstatt nicht herum. Sei es, dass der alte Reifen zu wenig Profil hat, oder Beschädigt ist. In beiden Fällen muss Ersatz her. Der kann entweder direkt in der Werkstatt oder im Zubehör-Handel gekauft werden. Wer seinen Reifen online kauft, kann ihn sich auch direkt in die Werkstatt schicken lassen, die ihn montieren soll. Allerdings berechnen die Werkstätten oft geringere Preise für Montagearbeiten, wenn sie auch den Reifen und/oder die Felge verkauft haben. Die Kosten für das Aufziehen eines neuen Reifens auf die Felge, das Auswuchten und die abschließende Montage auf den Wagen schwanken stark. Ab etwa drei Euro ziehen die Profis das Gummi auf die Felge. Mit Auswuchten werden mindestens 13 Euro fällig. Mindestens vier Euro muss man für Montieren am Wagen einrechnen. Wer ein eingelagertes oder mitgebrachtes Rad neu auswuchten und Montieren lässt, kann etwa acht Euro pro Rad einplanen.

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